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Friday, February 9th, 2018
9:00 PM
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`Enthemmt, jung und frei` sind The Hunna laut Pressetext ihrer Plattenfirma Warner. Die jungen Typen des Londoner Alternative Rock-Quartetts seien wie eine `Baumkrone unbeschwerter Indie-Klangästhetik`, heißt es weiter recht blumig. The Hunna lieferten den perfekten Soundtrack für sommerliche Cabrioletausflüge.In der Tat produzieren Sänger/Gitarrist Ryan Potter, Leadgitarrist Dan Dorney, Bassist Jermaine Angin und Drummer Jack Metcalfe eine ziemlich unbeschwerte Mischung aus sonnigen Hymnen und Stadionrock, wie ihn junge britische Bands Mitte der Nullerjahre eben so produzieren, wenn sie sich denn dem allgemeinen Ruck Richtung elektronische Gefilde verweigern. Von Hertfordshire ziehen die vier aus, nach Collegepartys und lokalen Pubs das gesamte Land für den Rock zurückzuerobern.Und siehe da: Vielen Briten wie Festlandeuropäern läuft der mitreißende Rocksound ziemlich rein. Denn während sich die Musikindustrie längst EDM-Acts und Konsorten zugewandt hat, fühlten sich wohl nicht wenige Rockkids ihrer Indiedisco-Homebase beraubt. Was blieb, war Nostalgie für Zeiten, in denen der Two Door Cinema Club noch zur Speerspitze der UK-Musikexporte zählte. Als 2015 die Hunnas auftauchen, dürfte manch erleichtertes Seufzen durch jene Reihen gerauscht sein.Von The Hunna mitgerissen wird aber auch Produzent Tim Larcombe (Lana del Rey). Mit ihm zimmert die Band im Herbst 2015 die Debütsingle `Bonfires`, die die Spotify-Charts auch außerhalb des Vereinigten Königreichs erklimmt. Das Quartett geht anschließend mit den Beachrockern Coasts auf Tour.Auch im Studio gelten The Hunna schon bald als lebender Beweis dafür, dass Innovation in der Popmusik nur eine beschränkt wichtige Funktion besitzt. `Es gibt so viele unterschiedliche Herangehensweisen an das, was wir tun`, beschreibt die Band völlig lakonisch ihr Songwriting im Interview. `Aber meistens fangen wir beim Refrain an und schauen dann, wo das hinführt.` Soso. Das Geheimnis ihres Erfolgs scheint also, dass es kein Geheimnis gibt.Als Einflüsse bezeichnen The Hunna Kings Of Leon und Foals. (Quelle: laut.de)