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Saturday, January 13th, 2018
9:00 PM
Noch nicht einmal zwei Jahre ist es her, seit die neue Truppe um Rapper und Sänger QC im Sommer 2015 auf den Strassen von Bern ihre ersten Konzerte spielte. Was dann passierte überraschte alle Beteiligten: Über 60 Konzerte, darunter Auftritte am Gurtenfestival, Heitere Openair und Openair St. Gallen, Radioairplay auf zahlreichen Stationen, Song des Jahres 2015 und eine Nomination für einen Swiss Music Award (der dann allerdings ein anderer bekam). Kein Zweifel, das im November 2015 erschienene Album „Verdammte Novämber“ hatte einen Nerv getroffen. Und das hätten sich die Jungs trotz allem Optimismus so nie ausgemalt.

Nun präsentieren Troubas Kater ihr zweites Album. Es trägt den Titel „Aber morn…“ und jedermann weiss, wie perfekt dieser Satzanfang zu einem Kater passt. Während QC auf dem Erstling „Verdammte Novämber“ die etwas bedrückte, melancholische Stimmung nach der Rückkehr von seiner Weltreise zusammenfasste, schaut „Aber morn…“ in die Zukunft. Allerdings in ganz verschiedenen Facetten: Während Melanie Zigaretten rauchend vor der Dorfdisco auf der Treppe sitzt und von einem anderen Leben träumt, hängt irgendwo ein Typ seine Unterhose an den Dorfbrunnen, brennt sein Haus nieder und fängt ein neues Leben an. Ein anderer steht „am ne Tag im April“ vor der leeren Parklücke wo eben noch sein Auto stand und malt sich eifersüchtig aus, wie der dreiste Dieb mit dem gestohlenen Auto in Richtung Sonne braust. Während QC in „Diva“ seine Angebetete von einer gemeinsamen Zukunft zu überzeugen versucht, spürt der Protagonist in „Fasch hätts glängt“, dass er bald eine folgenschwere Entscheidung fällen muss. Solche Gegensätze, die Sehnsucht nach einem Neuanfang und der Kampf mit sich selber, diesen auch wirklich zu wagen, durchziehen dieses Album. „Aber morn…“ sagen sich die Helden der Songs, ganz genau wissend, dass man besser eben nicht auf Morgen verschieben sollte, was man heute… Aber lassen wir das.