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Lineup:
Saturday, December 16th, 2017
8:30 PM
20 RSVPs
Die Sängerin Mine und der Rapper Fatoni haben zusammen ein Album aufgenommen, das den hübschen Titel  „Alle Liebe nachträglich“ trägt. Das am  13.10.2017 erscheinende Werk enthält einige wunderbare Pop-Texte über die vermeintliche Unvereinbarkeit zweiter Menschen. Am 16. Dezember werden Mine und der ursprünglich aus München stammende Fatoni im Ampere auftreten. Beide Künstler waren zuletzt mit tollen Shows in München zu sehen. Mine sorgte vor eineinhalb Jahren im Strom für einen großartigen Abend, Fatoni war erst unlängst mit einem starken Konzert in seiner Heimatstadt zu Gast. Nichts prägt das Leben so sehr wie unsere Beziehungen. Genau deshalb haben Mine und Fatoni dem Thema nun ein ganzes Album gewidmet: „Alle Liebe nachträglich“ ist das definitive Beziehungsalbum für die Generation Y und alle anderen geworden. Auf sehr unaufgeregte, beinahe alltägliche Weise singen und rappen Mine und Fatoni hier dialogisch über die Liebe, das tägliche Verzweifeln an ihr – und die Unmöglichkeit, mit ihr oder ohne sie zu leben. Und sie tun das mit genau jenem Mix aus Charme, Sprachwitz und kluger Beobachtungsgabe, der in der Debatte viel zu oft zu kurz kommt. Es ist nun der große Verdienst der Beiden, dass sie all die offensichtlichen Fettnäpfchen und Stolperfallen, die das Thema bietet, elegant umschiffen und mit „Alle Liebe nachträglich“ eine breite Schneise durch das Dickicht des Geschlechterkampfs schlagen: indem sie die Dinge beschreiben, wie sie sind und wie die meisten sie kennen. Es gibt keine direkten Empfehlungen, keine Schuldzuweisungen und keine Besserwisserei. Stattdessen: Kluge Situationsbeschreibung, auf skurrile Weise komische Beobachtungen, schließlich Einsichten und charmante Selbstkritik. Die Idee für ein gemeinsames Album über Beziehungen war dann zunächst eine Schnapsidee im Verlauf eines Abends nach einem Fatoni-Konzert im Vorprogramm von Fettes Brot. Das Besondere: Im Gegensatz zu den meisten anderen Schnapsideen, wurde diese hier sogar weiterverfolgt. Sie ließ die beiden nicht mehr los nach jener Nacht, also begann Mine, zunächst alleine und dann gemeinsam mit Fatoni zu komponieren, zu schreiben, zu produzieren – das Thema zog die Künstler in einen kreativen, beide Seiten befruchtenden Strudel. Anderthalb Jahre lang trafen sich die Künstler immer wieder, sprachen über andere und eigene Beziehungen, schrieben Texte und Melodien, ergänzten sich so kongenial, wie man es nun in jeder Note von „Alle Liebe nachträglich“ hören kann. Zudem ist „Alle Liebe nachträglich“  auch musikalisch ein enorm facettenreiches Werk, das von den Gegensätzen der Protagonisten ebenso lebt wie von ihren Gemeinsamkeiten. Mit Anklängen an NDW, Pop Noir und HipHop gelingt Mine und Fatoni so ein modernes, tiefgründiges, hochgradig mitreißendes Pop-Album, das die Unvereinbarkeit der Geschlechter in banalen und großen Fragen des Lebens auf eine Weise illustriert, von deren Aufrichtigkeit sich die Beziehungsratgeberzyniker dieser Welt eine dicke Scheibe abschneiden könnten.