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Tuesday, November 7th, 2017
9:00 PM
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Sergio Mendoza, Bandchef von Orkesta Mendoza, ist in der geteilten Grenzstadt Nogales, Arizona, USA geboren und in Nogales, Sonora, Mexiko aufgewachsen. In seiner Kindheit und Jugend bestimmten Cumbia, Mambo, Rancheras und Mariachi sowie die US-amerikanische Musik, die über die nahe Grenze schwappte, den musikalischen Hintergrund des musikverrückten Multi-Instrumentalisten. Der kleine Grenzverkehr beschränkte sich nicht nur auf Waren. Auch die Kultur überquerte die Grenze und so schien der Rock ‚n‘ Roll sich eine Zeitlang gegenüber der Latin Music durchzusetzen, wie Mendoza sich erinnert.

Eineinhalb Jahrzehnte später, im Jahr 2012, kehrte Mendoza mit dem Album Mambo Mexicano dann wieder zu den Sounds seiner Kindheit und Jugend zurück. Produziert wurde es von Mendoza selbst im Verbund mit Joey Burns von Calexico, einer Band, in die Mendoza über die Jahre immer weiter integriert worden ist. Während dieses Album noch etwas zögerlich in seiner Herangehensweise erschien (wie das eben bei der Auffrischung einer alten Liebesbeziehung so ist), kommt das neue Album ¡Vamos A Guarachar!, das im Herbst 2016 bei Glitterbeat Records im Vertrieb von Indigo erschien, forscher und zielstrebiger daher. Von rau und laut wie im Song „Cumbia Volcadora“ mit dem mexikanischen Elektro-Pionier Camilo Lara bis zu zart wie im Stück „Misterio“, in dem Salvador Duran seinen bislang wohl besten Auftritt mit der Band hat, reicht die Palette. Oder die Songs wie „Contra La Marea“ und „Mapache“ sind einfach nur ein Riesenspaß. Dazu kommt ein kräftiger elektronischer Ansatz, ein gutes Gespür für Popmusik sowie Mendozas große Liebe zum 60s Rock – hier in dem Stück „Shadows of the Mind“, das gut in eine Neuauflage der Nuggets-Compilation-Serie passen würde.