Baby Jail Tickets - Le Singe | Bandsintown
Saturday, October 28th, 2017
9:00 PM
3 RSVPs
Es war die Reunion des Jahres 2012: Baby Jail – 1994 aufgelöst – waren endlich wieder auf der Bühne zu sehen. Alte und neue Fans pilgerten gleichermassen an die Konzerte, um die legendäre Band von damals live zu erleben. Sie wurden nicht enttäuscht, denn Baby Jail sind auch im etwas fortgeschritteneren Alter noch immer Garant für einen höchst unterhaltsamen Abend. Schnell wurde klar, dass es um mehr geht als eine blosse Nostalgie-Show zum zwanzigjährigen Jubiläum des Hits „Tubel Trophy“. Die Band ist auch heute immer für eine Überraschung gut. Neue Klänge und Ideen wurden zu Liedern, die sich prima ins Programm einfügen und beim Publikum genauso Anklang finden wie die alten Heuler. Das Album „Grüsse aus dem Grab“ von 2014 ist die logische Fortsetzung der Doppel-CD „Auf Wiedersehen“, auf dem die Highlights von 1987 bis 1994 sowie ein Livekonzert zu hören sind. Man könnte sagen, Baby Jail knüpften 2014 dort an, wo sie 1994 aufgehört hatten, allerdings ohne verstaubt zu klingen. Als wären sie nie weg gewesen... DAS AKTUELLE ALBUM Auf dem Album „Grüsse aus dem Grab“ von 2014 gibt es ausschliesslich neues Material, einzige Ausnahme ist die Pärchenhymne „Jede Tag“ von 1988, die allerdings musikalisch völlig anders daherkommt. Neben den von Boni Koller getexteten Liedern gibt es auch zwei Coverversionen: „Schwein“ (Ideal 1981) sowie das traditionelle „Big Rock Candy Mountain“ das nun deutsch „Punkparadies“ heisst. Wie der Titel schon erahnen lässt, bietet „Grüsse aus dem Grab“ einen bunten Strauss von Liebesliedern: zum Beispiel an das künftige Zürcher Trendquartier „Schwamedinge“, den Gothic-Jünger von nebenan („Sensenmann“), oder eine Lichtgestalt der Gastronomie („Schöne Kellnerin“). Eher gemischte Gefühle werden angesprochen, wenn es um die Kraft positiven Denkens („Ländlerworkshop“) geht, und eindeutig auf die niederen Instinkte zielen „Muss bezahlen“ und „Get on the truck“. Das bereits 2012 als Single erschienene Stück „Zemäntfabrik“ ist der freundliche Blick auf eine Zukunft, die manche von uns erwartet: die Demenzabteilung als letzte Station. Womit sich der Kreis schliesst, denn aus dem Laufgitter (Baby Jail) sind wir alle einmal aufgebrochen... Boni Koller (Gitarre, Texte, Gesang) Bice Aeberli (Bass, Handorgel, Gesang). Aad Hollander (Schlagzeug) Nico Feer (Gitarre, Gesang)